Reisebranche muss Kreditkartengebühr abschaffen

 
Bis zum 13. Januar 2018 müssen Cook, TUI, Lufthansa (bis zu 25€), Bahn und Co. die Kreditkartengebühr (Mastercard und Visa) abschaffen!

Sie tun es nicht, um uns etwas Gutes zu tun, sondern weil sie von der EU in den Hintern getreten wurden. Per EU-Richtlinie – Payment Service Directive II – sind zum 13.01.2018 alle Gebühren für gängige Zahlungsmethoden abgeschaffen. Dies betrifft Überweisungen, Lastschriften, SEPA-Lastschriften, Mastercard, Visacard und Debit-Karten (EC-Karte).
 

Kreditkartengebühr
Auch die Reisebranche muss die Kreditkartengebühr für Mastercard und Visa abschaffen!

 
Im BGB § 312a heißt es:
(4) Eine Vereinbarung, durch die ein Verbraucher verpflichtet wird, ein Entgelt dafür zu zahlen, dass er für die Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten ein bestimmtes Zahlungsmittel nutzt, ist unwirksam, wenn

  1. für den Verbraucher keine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit besteht oder
  2. das vereinbarte Entgelt über die Kosten hinausgeht, die dem Unternehmer durch die Nutzung des Zahlungsmittels entstehen

Es war schon pervers (krankhaft, abnorm) für’s bezahlen, zu Geld zu bezahlen. Die Lufthansa verlangte bis zu 25€ Kreditkartengebühr, die Cook-Gruppe Gebühren für normale Überweisungen. Einige Vertreter (Unister u.a. Flug- und Reiseportale) hatten daraus sogar ein eigenes Geschäftsmodell entwickelt. Verdiente man nichts an Provisionen (Vermittlung von Flügen) wurde über eine hohe Kreditkartengebühr abkassiert.

Die EU-Richtlinie gilt zukünftigen für alle Zahlungen, nicht nur die für’s Reisen.

Firmenkreditkarten und nicht so verbreitete Kreditkarten wie American Express und Diners Club wurden ebenso ausgenommen wie Paypal, paydirekt und Sofortüberweisung. Möglicherweise kommen hier neue Gebühren auf uns zu.
Außerdem ist zu erwarten das die fehlenden Einnahmen demnächst “eingepreist” werden.
 

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